Wir starten mit einem Paukenschlag !

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Mittwoch 23 – 17-20
Englisch, Deutsch, Spanisch, französisch
 Amphi 630  Einführend

Am Mittwoch, den 23. August, treffen wir uns um 17 Uhr im Saal 630. Höchste Zeit, die Europäische Sommeruniversität der sozialen Bewegungen zu eröffnen, welche vom Attac NezteorkEuropa und der Rosa Luxemburg Stiftung organisiert wird. Die Eröffnungsveranstaltung der Sommeruniversität gibt internationalen Referent*innen eine Bühne, welche durch ihr strakes Engagement und ihre findigen Analysen unserer heutigen Zeit bekannt geworden sind.

Referenten

Susan GEORGE – Schriftstellerin, Ehrenpräsidentin von Attac Frankreich, Präsidentin des « Conseil du Transnational Institute », USA / Frankreich. Susan GEORGE war Mitbegründerin dieser beiden Organisationen und ist eine leidenschaftliche Globalisierungskritikerin, welche die Kritik an der Macht multinationaler Konzerne zur Speerspitze ihrer Aktionen macht. Sie war stark in die Kampagnen gegen das MAI (Multilateral Agreement of Investment) involviert und engagiert sich auch heute noch gegen die WTO und weitere Freihandelsabkommen. Als Schriftstellerin hat sie wichtige Arbeiten publiziert : Der Lugano-Report (Pluto Press, 1999 ; Fayard, 2000), « Ihre Krise – unsere Lösungen » (Albin Michel, 2010) oder auch « Die Betrüger » (Le Seuil, 2014).

Achille MBEMBE – Historiker und Philosoph aus Kamerun
Achille Mbembe ist momentan Lehrer an der Universität Witwatersrand in Johannesburg / Südafrika und Direktor des Forschungsinstitutes für Soziales & Wirtschaft (WISER). Zu Beginn seiner Geschichtsstudien in Kamerun engagierte er sich in der christlichen Studentenbewegung. Nachdem der afrikanische Kontinent dann im Anschluss an die Kämpfe der Dekolonisierung intellektuell vor sich hinköchelte – wurde er einer der Haupt-Theoretiker des Post-Kolonialismus. Nach einer Doktorarbeit in Geschichte an der Sorbonne, verbrachte Mbembe viele Jahre als Lehrer an verschiedenen Universitäten in den USA. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen setzt er sich mit Neo- und Post-Kolonialismus, der Geopolitik des afrikanischen Kontinentes und Fragen der Demokratie, der Identität, der Rasse, der Grenzen und des Zusammenlebens im 21. Jahrhundert auseinander. Zwei neuere Publikationen in französischer Sprache sind « Politiques de l’inimitié » (« Politik der Feindschaft «, Paris, Editions La Découverte, 2016, 184 p.) und « Critique de la raison nègre » (Paris, Éditions La Découverte, 2013, 263 p.)

Zoe KONSTANTOPOULOU – Anwältin, ehemalige Präsidentin des griechischen Parlamentes, Gründerin der Partei « Kurs der Freiheit », Griechenland Zoé Konstantopoúlou war zuerst bei Syriza aktiv, dann bei Laiki Enotita (LAE) bevor sich im April 2016 die Partei Plefsi Eleftherias (« Kurs der Freiheit ») gründete. Als Präsidentin des griechischen Parlamentes setzte sie 2015 den Ausschuss für die « Wahrheit über griechische Staatsschulden » ein. Dieser sprach sich für die Annullierung von Teilen der nicht-nachhaltigen, illegalen und illegitimen Schulden aus – wurde aber nie von der Regierung von Tspiras angehört. Zoe Konstantopolou kämpft nach wie vor einen « Befreiungskampf » gegen die EU und beteiligt sich auf europäischer Ebene aktiv an der Bewegung „Plan B“, welche inbesondere Menschen anzieht, welche von Syriza enttäuscht sind.

Edwy PLENEL – Journalist und Gründer von Mediapart, Frankreich
Edwy Plenel ist einer der Gründer der Info-Seite Médiapart. Zuvor arbeitete er 25 Jahre für « Le Monde » und war dort von 1996 bis 2004 Chef-Redakteur. Médiapart hatte im März 2017 130 000 Abonent*innen und spielte eine Schlüsselrolle in puncto politische Aufklärung und Ermittlungen. Edwy Plenel ist Autor zahlreicher Publikationen – darunter Essays wie « Pour les musulmans » (« Für die Muslime »,Paris, La Découverte, 2014), welcher Islamophobie anprangert, «Le repli sur soi ou Dire nous. Contre les peurs et les haines, nos causes communes » (« Rückzug nach innen oder nach außen gehen. Gegen Ängste und Hass – unsere gemeinsame Feinde », Paris, Don Quichotte, 2016; Seuil, « Points », 2017).

Organisation

European Attac Network
Fondation Rosa Luxemburg